toii® Expert Dr. Christian P. - Geschäftsführer
Dr. Christian P. ist bereits seit über 10 Jahren im thyssenkrupp Konzern tätig und heute einer der Geschäftsführer der thyssenkupp Materials IoT GmbH. Er möchte das intern aufgebaute Geschäft externalisieren und somit dem Mittelstand den Weg zur digitalen Fabrik ermöglichen.
Warum sollte der produzierende Mittelstand über die Digitalisierung der Fertigung nachdenken? Wie schafft man den Einstieg in die Smart Factory? Was sind die Voraussetzungen? Diese Fragen beantwortet er im Interview und verrät ungenutzte Hebel für produzierende Unternehmen.
5 Fragen an Dr. Christian P.
Für den produzierenden Mittelstand lohnt es sich, über Digitalisierung nachzudenken, da dies erhebliche Produktivitätssteigerungen verspricht. Aus unserer Sicht ist Digitalisierung der Hebel, der am bisher am wenigsten genutzt ist. Maschinendatenerfassung und -visualisierung erzeugt in Echtzeit Transparenz über die Effizienz der Produktionsabläufe. Gezielt können mit diesem Wissen Prozesse optimiert werden. Frei nach Peter Drucker „What gets measured, gets managed and improved“. Weiterhin können Maschinen auch angesteuert und zum Beispiel mit ERP-Systemen verbunden werden. Ganze Prozesse lassen sich so teil- und vollautomatisieren bis hin zur papierlosen Fabrik.
toii hilft dabei als modulare Softwareplattform, die vielfältige Funktionalitäten aufweist. Beginnend mit der Anbindung beliebiger Maschinen aus beliebigen Baujahren zur Datenerfassung in unser System. Weitergehend werden auch Daten, die manuell im Betrieb erfasst werden können z.B. via Handhelds, Handscannern oder transportablen Messgeräten ebenfalls gebündelt aufgenommen. Die erfassten Daten werden, durch toii in standardisierten und trotzdem anpassbaren Dashboards, zur optimalen Analyse visualisiert. Auch die Anbindung an verschiedene Drittsysteme z.B. ERP, sowie die Ausgabe von Steuerbefehlen an die angebundenen Maschinen um z.B. digitales Rüsten zu ermöglichen, autonome Fahrzeuge in der Intralogistik anzusteuern oder Messsysteme einzurichten ist möglich. toii ist seit 15 Jahren bei thyssenkrupp, aber auch außerhalb vielfach im Mittelstand im Einsatz ist und entsprechend robust und industrieerprobt.
Viele Voraussetzungen, um den Einstieg in die Smart Factory zu schaffen, gibt es nicht. Physisch ist eigentlich nur eine stabile Netzwerkverbindung per LAN oder WLAN zwischen den Maschinen und einem zentralen Server notwendig. Auf diesem wird die Plattform normalerweise „on premise“ beim Kunden installiert. Fast wichtiger als die physische Voraussetzung ist es, psychologisch gewisse Denkmuster aufzugeben: Der Einstieg ist ohne große Projekte möglich und damit nicht nur schnell, sondern auch günstig.
Hinter dem Prinzip der modularen Softwarelösung verbirgt sich die Möglichkeit, toii flexibel auf seine Bedürfnisse anzupassen. Das bedeutet auch, dass zunächst einmal eine kleine Anzahl Maschinen mit einer einfachen Datenerfassung ausgestattet werden. Selbst mit dieser sind bereits nachweislich Produktivitätssteigerungen zu erzielen. Auf diese Weise besteht quasi keine Einstiegshürde und auch kaum Investitionsvolumen. Im Anschluss daran kann dann je nach Bedarf skaliert werden, in dem mehr Maschinen angebunden werden und die Funktionalität gezielt erweitert wird. So wird tatsächlich nur das ausgerollt, was auch im Betrieb benötigt wird.
End-2-End ist in zweifacher Weise zu verstehen. Einerseits die Digitalisierungsreise: Wir stehen mit unserem Team zu Beginn beratend zur Seite, um den Bedarf zu verstehen und in ein passendes Konzept zu überführen. Standardmodule können dann von unseren Software-Engineers an spezifische Kundenwünsche angepasst werden. Die Implementierung erfolgt daraufhin von unseren Field-Engineers mit entsprechender Shopfloor-Erfahrung. Im laufenden Betrieb stehen wir mit Wartung und Service zur Verfügung, damit sich der Kunde ganz auf seine eigenen Abläufe konzentrieren kann. Auf Wunsch stehen dafür auch unsere Partner im Lean-Bereich zur Verfügung. Andererseits die Systeme: Wir verbinden Maschinen unterschiedlichster Hersteller und unterschiedlichster Altersklassen. Über ausgereifte Kommunikationsschnittstellen sprechen sie dann eine Sprache, auch mit Drittsystemen, wie einem ERP System.
Dr. Christian P. im Videointerview
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